Samstag, 14. Dezember 2013

Das große Los


Heute habe ich es eilig! Ich muss das einfach los werden! Ich habe mich in ein Buch geradezu verliebt. Darum empfehle ich es hier, obwohl ich es noch gar nicht zu Ende gelesen habe!
Eine liebe Freundin hat es mir geliehen. Es lag zwei Wochen herum, dann habe ich es in der Buchhandlung Lehmkuhl gesehen und gedacht, das hast Du doch auch zu Hause. Ich habe zwar gar keine Zeit, weil ich ja meine Marokko-Reise vorbereite - aber so ein paar Minuten Lesen zwischendurch können ja nicht schaden.
Ich hatte gewisse Vorbehalte, weil auf dem Titel stand, die Autorin habe bei Jauch gewonnen und sei mit dem Geld um die Welt gereist. Ich dachte: erst langweilt sie sich, dann langweilt sie die Leser. Aber das war ein gewaltiger Irrtum. Frau Winnemuth hat sich gar nicht gelangweilt (ich habe schon mal den Schluss gelesen). Und ich als Leserin langweile mich zur Zeit überhaupt nicht.  Das liegt einerseits daran, dass Meike Winnemuth Journalistin ist und das Schreiben gelernt hat, zum anderen habe ich immer wieder den Eindruck, dass sie das ausdrückt, was ich auch am Reisen so liebe, aber so nie ausdrücken könnte. Sie hat mir das schöne Wort "Weltgeborgenheit" geschenkt. Sie ermuntert den Leser und die Leserin in 'Das große Los' 'selber nachzuschauen' und sie viel wie möglich an Neuem zu erproben.


Das erinnert mich daran, wie ich vor vielen Jahren an der australischen Ostküste mit zitternden Knien in einen Doppeldecker - eine Tiger Moth - gestiegen bin. Beim Aussteigen nach dem Rundflug über die Whitsunday Islands haben meine Knie immer noch gezittert, aber ich habe es vor Begeisterung kaum gemerkt, bis sie mir weggeknickt sind!