Mittwoch, 20. November 2013

Die große Freiheit




Im letzten Winter  - so hat man mir erzählt - ist es auf einem der Campingplätze an der marokkanischen  Atlantikküste zu einer heftigen  Auseinandersetzung zwischen französischen Campern gekommen. Eine Dame war so erregt,  dass sie einem ihr bis dahin unbekannten Mann eine Ohrfeige verpasste.
Warum?
Der Anlass war eine Diskussion um einen Parkplatz für das Wohnmobil der Dame - der Campingplatz war völlig überfüllt, da liegen die Nerven schon mal blank.


Wäre dies die normale Situation würde ich wohl schon lange darauf verzichten, mit dem Wohnmobil nach Marokko zu reisen. In der Hochsaison - also von Januar bis März - meidet man besser die hot spots des Wohnmobiltourismus, das ist die Küste im Großraum Agadir und noch gut 100 km weiter in den Süden.


Weiter im Süden, besonders an der Küste südlich der Stadt Guelmim - dem Tor zur Sahara -http://de.wikipedia.org/wiki/Guelmim) findet man 'die große Freiheit'. Das heißt genug Platz für die persönliche Entfaltung, einen weiten Horizont und friedliche Nachbarn. 


Dann kann man vor seinem Wohnmobil sitzend auf die Wellen des Atlantik schauen, den Möwenflug studieren und die Regenwolken vor der Küste in ihrem Zug verfolgen. Wenn man dabei noch einen feinen Espresso trinken kann, ist für mich der Tag geglückt.