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Freitag, 4. September 2015

Mein Sommer 2015

.... und plötzlich ist es September! Fast drei Monate habe ich in meiner Sommerfrische am Starnberger See verbracht. Es war eine Kur für Leib und Seele.

Die Hitze in diesem Jahr habe ich sehr genossen, fast jeden Tag konnte ich im See schwimmen. 

Es gab ein leicht verspätetes Johannisfeuer - am See sieht das vor der Kulisse der Boote immer wunderbar aus.


Wir hatten einigen Besuch (nicht jeder will mit seinem Foto im Internet zu sehen sein),


Rocky, der Kater von Seeseiten
unser marokkanischer Freund Willi
mit Margret und Daniela am Ammersee  (credit M.G.)


 wir haben im Umland Freunde besucht .....


Annegret und ihre Freunde ...
 


.... und wenn es Wind gab mit unserem Segelboot den See gekreuzt.


und natürlich macht Segeln hungrig!
In diesem Sommer haben die Enten und Schwäne und auch die Blässhühner viele Junge bekommen und viele davon großziehen können.



Besonders viel Vergnügen  hat uns die Teilnahme an der Hochzeit einer jungen Frau aus unserem Freundeskreis gemacht - ein großartiges Fest und das junge Paar macht uns große Freude.



Nun ist die Hitze abgezogen , stattdessen fiel sehr viel Regen auf die ausgetrockneten Böden. jetzt leuchtet das Herbstlicht umso schöner.
























Jetzt ziehen wir bald wieder in die Stadt und freuen uns schon auf den nächsten Höhepunkt des Jahres - Saint-Tropez - inshallah!

Freitag, 28. November 2014

Wieder unterwegs

Zuhause – in München – erscheinen mir zwei Wochen meist wie ein Wimpernschlag, gerade begonnen, schon vorbei!
Jetzt bin in gerade vor zwei Wochen losgefahren und es erscheint mir, als wäre ich schon lange, lange unterwegs.


Die gemütliche Anreise durch das spätherbstliche Südfrankreich, meine Seereise von Sète nach Tanger-Med, die erste Übernachtung am Atlantik in Moulay Bousselham ….. 
das hat wieder den Rhythmus vorgegeben, in dem ich die nächsten Monate verbringen will. Alles mit Ruhe – mit Zeit zum Schauen und Genießen.

Für 3 oder 4 Nächte wollten wir in Essaouira halt machen. Erst war ich ein wenig traurig, weil der Campingplatz für ein Bauvorhaben recht unschön verstümmelt worden ist. Dann aber sah ich die Katzenschar – wie immer vom Personal des Platzes geliebt und gefüttert und von manchen Touristen verabscheut – und fühlte mich unter den windschiefen Platanen gleich wieder daheim.



Im Hafen der Stadt – quirrlig und wunderbar für die Fotojägerin – sah ich, wie schwere Holzboote mit bloßer Männerkraft aus dem Hafenbecken gezogen wurden.


Einige japanische Touristen hatten Glück, dass sie dabei nicht „unter die Räder“ kamen.  Es stellte sich heraus, dass dies die Vorbereitung auf das Herannahen des zweiten großen Sturmtiefs dieser Woche war.



 Nachdem im Süden Marokkos über 40 Menschen durch die Regenfluten ums Leben gekommen waren und viele Straßen und Brücken zerstört worden waren, wappnete sich das Land gegen die zweite Welle. Dabei hatte man noch vor kurzem im Freitagsgebet in allen Moscheen des Landes um Regen gebetet. Das Wünschen hat geholfen!


Wir jedenfalls haben beschlossen, auf dem ziemlich sicheren Campingplatz von Essaouira das Unwetter abzuwarten und erst in einigen Tagen weiter Richtung Süden zu fahren. In einer Regen- und Windpause heute Mittag waren wir im Städtchen, haben die Brandung am Hafen bestaunt, den Gläubigen vor der überfüllten Moschee beim Beten zugesehen





und dabei ein wunderbares Crêpe mit Honig gegessen. Jetzt tost der Sturm ums Wohnmobil und ich fühle mich so wohl wie in Abrahams Schoß.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Unter Palmen


 Den ganzen Januar war das Rauschen und Donnern der Brandung des Atlantiks das Hintergrundgeräusch meiner Tage und Nächte. 80 bis 100 % Luftfeuchtigkeit und fast immer ein feuchter Dunstschleier ließ die Küste verschleiert erscheinen.
Und jetzt dies: am Rand der dunkelbraunen Berge des Antiatlas beginnt die Ebene des Draa-Tals. Steinwüste, vereinzelte Akazienbäume und eine lange schmale Straße – der Weg nach Icht führte mich in die Randbereiche der Sahara.
Icht ist ein richtiges Kaff – aber genau das was ich suche.  Vor der Kulisse der Berge gibt es 2 Moscheen, einen Palmenhain, Häuser für ca. 500 Bewohner und 2 Campingplätze. Wir haben uns den kleineren, intimeren ausgesucht.
 
 
Er ist für maximal 15 Wohnmobile ausgelegt, bietet Wasser, Strom und Palmen. Zum Inventar gehören 1 alter Hund, 1 junge Katze, 1 Hahn und 3 Hühner.
 
 Zum Einkaufen fährt man am besten in den nächsten Ort – Foum el Hism.  Das ist eine Mischung aus Militärstützpunkt und Oasendorf. Es gibt aber Cola light, pralle Tomaten, frisches Baguette und überdies ein großes Lyceum für die jungen Bani-Leute. Das ist der Berberstamm, der hier im Süden lebt. Übrigens radeln auch hier viele Mädels zur Schule!
Nach zwei wunderbaren Sommertagen brach ein Sandsturm über uns herein, der 3 Tage lang unser Wohnmobil schüttelte, so daß ich im Bett fast seekrank wurde.
Es hörte sich wie Regen an, wenn der Sand aufs Dach prasselte. Aber ich war trotzdem nicht unglücklich – in meinem früheren Leben war ich wahrscheinlich eine Palme.
 
Als ich wieder ruhig war setzen wir uns auf unseren Roller und fuhren in ein wunderbares Tal, an dessen Beginn die Oase Ait Herbil liegt – und wie so oft wars herrlich. Bei einem Stopp in einem Straßencafe machten uns Gäste sofort einen Tisch frei, die Musik war gut und der Kaffee ausgezeichnet.
Nach ungefähr 15 km hörte die Teerstraße auf und ging in ein Geröllfeld über – das mag mein Rücken nicht, aber eine Weile in der Stille und Weite der Landschaft zu sitzen war wunderbar.
 
 
Auf dem Rückweg sahen wir wie von den Bergen auf allen Wegen die jungen Leute auf dem Weg zur Schule waren.  Wieder waren es besonders die Mädels, die mit vor Vergnügen blitzenden Augen grüßten.
Morgen fahre ich Richtung Agadir – weil ich nächste Woche für ein paar Tage nach Deutschland fliege. Ich kann es mir noch gar nicht vorstellen!