Marokko ist ein Land das in schnellem Wandel begriffen ist. Auch in die kleinen Dörfer kommt ein - wenn auch bescheidener - Wohlstand.
Deshalb verlassen die Menschen die alten Dörfer und bauen sich gleich daneben neue Häuser - denn die Felder verlassen sie natürlich nicht. Die Häuser werden aber zum Teil noch als Ställe benutzt - so dass man hinter einer der alten Türen plötzlich das elende Geschrei eines Esels hören kann.
Wir haben am Südrand des Antiatlas ein "befestigtes Dorf" gefunden,
dass hinter seiner "Stadtmauer" auch ein Heiligengrab - einen Marabut - einschließt. Zwei Jungs aus dem Dorf haben unseren Rundgang begleitet und sichtlich erstaunt bemerkt, dass wir uns sehr für die alten Türen, Mauern und Gassen interessieren.
Nach der Besichtigung haben wir sie mit "etwas süßem" belohnt. Im Gegenzug haben sie und zwei Hände voll "dicker Bohnen" frisch vom Feld beschenkt. Die Jungs wissen eben was gesund ist
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Freitag, 14. Februar 2014
Samstag, 14. Dezember 2013
Das große Los
Heute habe ich es eilig! Ich muss das einfach los werden!
Ich habe mich in ein Buch geradezu verliebt. Darum empfehle ich es hier, obwohl
ich es noch gar nicht zu Ende gelesen habe!
Eine liebe Freundin hat es mir geliehen. Es lag zwei Wochen
herum, dann habe ich es in der Buchhandlung Lehmkuhl gesehen und gedacht, das
hast Du doch auch zu Hause. Ich habe zwar gar keine Zeit, weil ich ja meine
Marokko-Reise vorbereite - aber so ein paar Minuten Lesen zwischendurch können ja
nicht schaden.
Ich hatte gewisse Vorbehalte, weil auf dem Titel stand, die
Autorin habe bei Jauch gewonnen und sei mit dem Geld um die Welt gereist. Ich
dachte: erst langweilt sie sich, dann langweilt sie die Leser. Aber das war ein
gewaltiger Irrtum. Frau Winnemuth hat sich gar nicht gelangweilt (ich habe
schon mal den Schluss gelesen). Und ich als Leserin langweile mich zur Zeit überhaupt
nicht. Das liegt einerseits daran, dass
Meike Winnemuth Journalistin ist und das Schreiben gelernt hat, zum anderen
habe ich immer wieder den Eindruck, dass sie das ausdrückt, was ich auch am
Reisen so liebe, aber so nie ausdrücken könnte. Sie hat mir das schöne Wort
"Weltgeborgenheit" geschenkt. Sie ermuntert den Leser und die Leserin in 'Das große Los' 'selber nachzuschauen' und sie viel wie möglich an Neuem zu erproben.
Das erinnert mich daran, wie ich vor vielen Jahren an der
australischen Ostküste mit zitternden Knien in einen Doppeldecker - eine Tiger
Moth - gestiegen bin. Beim Aussteigen nach dem Rundflug über die Whitsunday Islands
haben meine Knie immer noch gezittert, aber ich habe es vor Begeisterung kaum
gemerkt, bis sie mir weggeknickt sind!
Dienstag, 19. November 2013
Warum Reisen?
In wenigen Wochen werde ich wieder mit dem Wohnmobil Richtung Marokko
aufbrechen. Wieder soll es eine lange Reise werden - gut bekannte Orte werde
ich wieder sehen - wie immer werde ich neue Orte, neue Menschen, neue
Situationen kennen lernen.
Je näher die Abreise kommt, desto stärker spüre ich den Konflikt
in mir: zwischen der großen Vorfreude und dem leisen bangen Gefühl mit dem
Abschied ein wichtiges Stück meines Lebens zurückzulassen - manches wird
ganz anders sein wenn ich zurückkomme. Meine hochbetagte Mutter, die
Freunde, meine bequeme Wohnung, die geliebten Katzen - sie für Monate
zurückzulassen ist nicht leicht. Aber da lockt ein anderes Leben. Mit dem
Wohnmobil hinunter in den Süden bis in die Sahara zu fahren, sich dem Un-
wägbaren, dem Unerwarteten auszusetzen, ist eine gute Technik sich wieder
"frischzumachen". Man könnte es mit Hermann Hesse sagen: "Nur wer bereit
zu Aufbruch ist und Reise mag lähmender Gewöhnung sich entraffen"
Wenn ich dann mit meinem E-bike durch eine Palmenoase zum Markt fahre
oder wenn sich unser Motorroller die steilen Kurven zu einem Bergdorf im
Antiatlas hinaufkämpft - dann spüre ich wie schön es ist "on the road" zu sein.
...und zum Glück gibt es Mobiltelefone und das Internet!
aufbrechen. Wieder soll es eine lange Reise werden - gut bekannte Orte werde
ich wieder sehen - wie immer werde ich neue Orte, neue Menschen, neue
Situationen kennen lernen.
Je näher die Abreise kommt, desto stärker spüre ich den Konflikt
in mir: zwischen der großen Vorfreude und dem leisen bangen Gefühl mit dem
Abschied ein wichtiges Stück meines Lebens zurückzulassen - manches wird
ganz anders sein wenn ich zurückkomme. Meine hochbetagte Mutter, die
Freunde, meine bequeme Wohnung, die geliebten Katzen - sie für Monate
zurückzulassen ist nicht leicht. Aber da lockt ein anderes Leben. Mit dem
Wohnmobil hinunter in den Süden bis in die Sahara zu fahren, sich dem Un-
wägbaren, dem Unerwarteten auszusetzen, ist eine gute Technik sich wieder
"frischzumachen". Man könnte es mit Hermann Hesse sagen: "Nur wer bereit
zu Aufbruch ist und Reise mag lähmender Gewöhnung sich entraffen"
Wenn ich dann mit meinem E-bike durch eine Palmenoase zum Markt fahre
oder wenn sich unser Motorroller die steilen Kurven zu einem Bergdorf im
Antiatlas hinaufkämpft - dann spüre ich wie schön es ist "on the road" zu sein.
...und zum Glück gibt es Mobiltelefone und das Internet!
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