In Agadir kann man eine andere Schattenseite unseres Lebens hier sehen. Die Stadt wird immer größer und moderner - aber die sozialen Verwerfungen Afrikas sind auch hier zu finden. An allen Straßenkreuzungen im Zentrum stehen Dutzende Schwarzafrikaner, die auf dem Weg nach Norden sind. Wenn die Ampel auf Rot schaltet wird man von diesen armen abgerissenen Gestalten angebettelt. Ich mußte mich regelrecht überwinden meine Scheibe runterzulassen, weil es ja nicht nur zwei oder drei sind, die etwas wollen. Wenn man dem ersten eine Münze gibt stürmen fünf andere herbei. Die Touristen an der Strandpromenade werden wohl kaum etwas von dieser Invasion bemerken, aber die Bewohner von Agadir fühlen sich sicher bedrängt.
Am Flughafen dann habe ich die ankommenden Europäer beobachtet. Die meisten wirkten eher gestreßt als erfreut. Einige kommandierten die sie abholenden Marokkaner mit harschen Worten und Gesten herum. Wer da ein Lächeln mitbringt und vielleicht ein kleines Trinkgeld wird mit strahlenden Augen begrüßt.![]() |
| Quelle: facebook Colomina-Sidi Ifni |
Über mein Ifni war am Abend nach meiner Rückkehr noch mehr Wasser hereingebrochen, die Brückenbaustelle war kurze Zeit unpassierbar - aber man hat schnell wieder einen Weg gebahnt. Wie immer hier - für alles gibt es eine Lösung.
Jetzt scheint wieder die Sonne - das wunderbare Marokko ist wieder da! Ich war heute im örtlichen Krankenhaus, um ein neugeborenes Mädchen zu begrüßen - in einem Zimmer voller lächelnder Frauen ging die Sonne auf!



