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Montag, 20. November 2017

Dem Winter entflohen ....


Eine Woche ist es erst her, dass mein Flugzeug über die schneebedeckten Alpen schwebte.



Ich bin es nicht gewohnt, so schnell zu reisen, wir sind ja in den letzten Jahren immer mit dem Wohnmobil ausgesprochen gemütlich nach Süden gezockelt. So war ich in den ersten Tagen etwas desorientiert - ich musste wohl auf meine Seele warten, die nicht so schnell hinterher gekommen ist.



Mein Haus empfing mich mit eine unerwarteten Blumenpracht auf der Terrasse - z.B. die prächtige Aloe vera.


















Am Strand waren viele junge Leute unterwegs. Zur Zeit haben wir Schulferien - und alle wollen baden und spielen. Es ist reichlich Platz für alle da.









Am Wochenende fuhr ich ins Hinterland. Der Boden und alle Pflanzen warten sehnsüchtig auf Regen.


Die Esel suchen Futter im trockenen Qued






Heute Abend schaute ich mal wieder nach, ob es aus Deutschland gute Nachrichten gibt. Das lasse ich für eine Weile wieder. 

Sonntag, 2. April 2017

Es ist vollbracht

Seit Dezember 2016 bin ich in Sidi Ifni in Süd-Marokko. Wir haben ja hier im letzten Jahr ein kleines Haus gekauft und in diesem Winter sollte es auf einen auch längerfristig guten Stand gebracht werden. Das Haus war zwar gut gebaut, aber doch ziemlich einfach ausgestattet.



Gedacht hatte mein Mann so an 4 bis 6 Wochen. Es sind drei Monate geworden ...
Zuerst mußte alles aus dem Haus geschafft werden, was wir nicht behalten wollten. Es fanden sich Abnehmer für wirklich alle Dinge, die wir vor die Tür stellten. Dann klotzen drei Männer Tag für Tag tüchtig ran.



Und Stück für Stück wurde es hübscher und hübscher. Der Inhalt eines 4-Tonnen-Anhängers verschwand im Haus (Badewanne, Möbel alle Arten, Bücher, Baumaterial etc.).










meine Dachterrasse



Ich hatte da nicht so viel zu tun; also konnte ich lange Spaziergänge machen und schöne Bücher lesen.









Seit nunmehr zwei Wochen wohnen wir im Haus und freuen uns jeden Tag darüber. Aber diese Wintersaison ist nun auch bald vorbei - das Haus wird eingemottet und wartet auf uns bis zum nächsten November.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Shopping in Ifni

Einkaufen ist auch in Sidi Ifni ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Für Teilzeit-Ifnaui wie mich gilt das natürlich besonders, denn ich kann dabei Menschen kennen lernen und das tägliche Leben beobachten.








Es gibt ja glücklicherweise noch keinen großen Supermarkt hier - darum können eine Unzahl von kleinen und kleinsten Läden überleben.















Jedes Viertel, jede Straße hat eine ausreichende Grundversorgung mit allem was die Hausfrau, der Handwerker oder der Fischer so braucht.

Natürlich gibt es auch Schmuckgeschäfte, die aber nicht jeden Tag geöffnet haben.


















ein ausgezeichneter Bäcker - auch die Bienen lieben ihn!

Überhaupt - obwohl die Öffnungszeiten sehr großzügig ausgelegt sind, steht man immer wieder unerwartet vor geschlossenen Türen. Ich habe schon mal gehört: der hat auf dem Land zu tun oder: der macht nur auf, wenn er Lust dazu hat ....



ein Tor zum Markt





Die "Onkel Hassan-Läden" (so nenne ich sie in Anlehnung an unsere verschwundenen Tante-Emma-Läden) bleiben hoffentlich noch lange erhalten - an mir soll es nicht liegen!

Freitag, 10. Februar 2017

They make Sidi Ifni great again.

Lange Zeit war Sidi Ifni ein verschlafenes Nest. Seit den Demonstrationen von 2008 ändert sich das langsam aber beständig. Nachdem in den letzten Jahren die Parks der Stadt - von denen es einige gibt - wieder ansehnlich gemacht wurden, werden sie jetzt regelmäßig in Stand gehalten. 


Es werden viele Häuser neu gebaut oder renoviert - offensichtlich ist Geld in die Stadt gekommen. Die Bautechnik ist aber immer noch sehr einfach.



Das Oued, also das Flusstal - ist zur Zeit eine Großbaustelle. Man baut eine neue Brücke, die einem eventuellen neuen Hochwasser standhalten soll.



 Es werden viele Rohrleitungen verbuddelt und neue Kreisverkehre und Bürgersteige angelegt. So nach und nach sieht man, dass das sehr ansehnlich werden wird.



die Badewanne kommt!
Auch unser Bauvorhaben geht voran - wenn auch langsamer als gedacht. Viele Details machen mehr Arbeit als wir erwartet haben - aber mein Mann hat gute Helfer gefunden. Jeden Tag wird etwas fertig - ich hoffe, dass wir in 2 Wochen einziehen können. 







Mittwoch, 6. April 2016

Einkaufstour in Agadir


 
 
Agadir ist eine moderne Stadt am Atlantik, die einen fantastischen langen Strand hat

auf dem man auch in den Osterwochen viel Platz hatte.
  
Viel interessanter für mich waren diesmal die Geschäfte, in denen man Waschmaschinen, Matratzen und Badezimmermöbel kaufen kann. Wir müssen ja für unser neues Häuschen einkaufen, damit es dort bequem wird.


 Das ist der Parkplatz des großen Supermarktes Marjane, fotografiert habe ich von der Terrasse des McDonald aus! Wie man sieht, Marokko hat auch ganz andere Seiten als die, die ich sonst gerne zeige.



Mit unserem hochbeladenen Mietauto fuhren wir wieder nach Süden. In Tiznit konnte ich eines der vielen fahrradfahrenden Mädels fotografieren. Im deutschen Internet konnte ich ja erst kürzlich einen Bericht sehen, in dem Flüchtlingsfrauen aus Afrika das Fahrradfahren beigebracht wurde - hier können das die Damen selbst mit Rock und Kopftuch ganz prima!



  
In Sidi Ifni wartete unser Türmchen auf uns und auch einige fleißige Helfer, die uns behilflich waren, die wunderbarste Waschmaschine von ganz Südmarokko ins Haus zu schleppen und in einer wahrlich kleinen Nische zu installieren! So wird Stück für Stück unser neues Domizil auf Vordermann gebracht. Lämpchen, einen Bürostuhl, einen neuen Wasserkocher ........

Das ist mein Prachtstück - und das ist die wunderbare Aussicht von meiner Terrasse - aber ich muss noch eine ganze Menge Arbeit (die ich zum Glück nicht alleine machen muss) erledigen, bis ich mich zufrieden zurücklehnen kann. Dann aber wird es wunderbar!
 


 
dieses herrliche Gebilde ist kein Kunstwerk der Marrakescher Bienale (davon später), sondern ein Stroh-Laster auf dem Weg zwischen Agadir und Essaouira, wo ich eine sehr interessante Synagoge besichtigen konnte - auch dies erzähle ich ein andermal!
 


 

Dienstag, 1. März 2016

Ausgebremst

eigentlich - ja eigentlich wollte ich wieder auf Fahrt gehen. Nach gut 2 Monaten in Sidi Ifni und nachdem alle Formalitäten zu unserem Häuschen erledigt waren, hatten wir Lust ins Binnenland zu fahren - nach Amtoudi. 



Das ist ein kleiner Ort am Südrand des Antiatlas. Wir hatten alles so schön geplant ....

Da schlenderte ich fröhlich vom Markt nach Hause und schaute von oben auf den schäumenden Atlantik. 




Und wie es so kommt wenn Maria-guck-in-die Luft nicht aufpasst - ich lag am Boden und mein Fußgelenk schwoll an. 

Zum Glück habe ich mir nichts gebrochen, aber mein Bewegungsradius ist eine Weile eingeschränkt und Wanderungen sind eine Utopie. 



Also bleiben wir erstmal wo wir sind - in Sidi Ifni. Schlecht ist das ja auch nicht - aber - alles war so schön geplant ...

Samstag, 30. Januar 2016

Sieben Siegel

mein Lieblingscafè für den Nachmittag
Sich in einem Land mit anderer Kultur und Sprache zurechtzufinden ist nicht immer einfach. Solange man sich nur um Essen und Trinken kümmern muss, Tankstellen und Geldautomaten benützt und auf von vielen Reisenden benützten Pfaden wandelt ….. null Problem. Aber schnell wird es schwieriger wenn man ein Bankkonto eröffnet, Dokumente beglaubigen lassen muss oder gar ein Haus kaufen will – 
inshallah - bald mein Zuhause


oh je, wenn man da nicht auf Freunde zurück greifen kann, die das schon hinter sich gebracht haben, wird es sehr anstrengend. Alleine das Notarwesen in Marokko ist völlig anders aufgebaut als bei uns in Deutschland. Neben den Notaren nach französischem Vorbild gibt es noch den islamischen Rechtsgelehrten, der Urkunden nur in Arabisch ausstellt, die man sich dann ins Französische übersetzen lassen muss!

hier bezahlt man die Stromrechnung!
Ich kann mir nun sehr viel besser vorstellen, wie schwer es unsere Immigranten und Flüchtlinge haben, wenn sie vor dem Wust unserer Gesetze und Gebräuche stehen und keiner „dolmetscht“!



mein  Supermarkt

Ich nehme diesen "Kampf mit den Sieben Siegeln"zurzeit gerne auf mich, weil ich mich einfach in das kleine Städtchen Sidi Ifni verliebt habe. 


mein Friseur ???



Hier am Atlantik geht das Leben einen sehr ruhigen Gang und jeder Tag endet mit der Schönheit eines sanften Sonnenversinkens im Meer …..