Samstag, 23. November 2013

Göttinnen auf dem See



Im Sommer ist der Starnberger See mein Biotop. An einem warmen Sommertag auf dem See in einer leichten Brise zu segeln, unter dem seidigen Blau des Himmels, unter uns das silbrigen Funkeln der kleinen Wellenspitzen, das ist der Höhepunkt meines Sommerglücks.

Der Starnberger See ist die Heimat einer großen Zahl von Traditions-Segelschiffen. Und so begegnete ich an einem dieser glücklichen Tage einem Boot, das zu den schönsten des Sees zählt. 
Schärenkreuzer sind ein in den 20er Jahres des letzten Jahrhunderts von Schweden nach Deutschland eingeführter Bootstyp (Info: http://www.40qmschaerenkreuzer.de/40er.htm ).  Die 'Freya', ein Nachbau des Estlander-Bootes  'Argo'  von 1924 segelt seit kurzem auf dem Starnberger See. Man könnte nun glauben, das sei nun wieder so ein Spleen der Reichen und Schönen Oberbayerns.
Der drahtige braungebrannte Mann auf diesem Boot ist aber keinesfalls ein Millionenerbe. Er hat sich dieses Boot selbst gebaut, die Lizenz der Schweden dafür bekommen und fährt nun selbst und mit zahlenden Gästen Regatten und auch zum Vergnügen über den See. Überdies ist dies schon sein zweiter selbstgebauter Schärenkreuzer.
Vor der Freya entstand im ersten Stock seiner Schreinerwerkstatt die 'Aphrodite", ein Nachbau der ebenfalls von Estlander gebauten 'Hagen'. (Info: http://www.woodensailboat.de/index9e43.html?id=25).
Ein Stück neben Helmuts Schiff zu segeln - er bremst, wir holen alles heraus, was unser Boot hergibt - das ist dann noch das Quäntchen Extra-Glück für meinen Sommer-Sonnen-Segel-Tag.