Dienstag, 21. Januar 2014

Der alte Argan-Baum


Das Gebiet nordöstlich von Sidi Ifni gehört dem Gebiet der Aït Baâmrane, einem freiheitsliebenden Berberstamm.
Wir fuhren dieser Tage auf unserem Roller durch dieses Gebiet und ein Blick nach links weckte unsere Neugierde. Ein Dorf, das wir noch nicht kennen – das ist immer ein verlockendes Ziel.  


Auf dem Wegweiser stand ‚Aargoum‘ – ein großer Friedhof, einige neue große Anwesen und im Zentrum eine Moschee, das Ganze sehr schlicht, sehr aufgeräumt und sehr still. Als wir anhielten, fuhr ein einzelnes Auto an uns vorbei, die Leute grüßten höflich – mehr sahen wir nicht von den Bewohnern. Später hörte ich, dass das Dorf von einer einzigen Familie bewohnt wird.

Zwischen dem Eingang zur Moschee und einem Marabout  (einem Heiligengrab) sah ich einen Arganbaum, der an der Wurzel abgebrochen war.  Dieser Baum ist sorgsam gestützt worden, seine Wurzeln werden mit Steinen beschwert im Boden gehalten. 


Dank dieser Hilfe steht der Baum in vollem Saft.



Aus dem Norden Marokkos kenne ich „heilige Haine“ – vielleicht ist es einer solchen religiösen Tradition 
zu verdanken, dass dieser Baum so geschützt wird.